Einrichtung von Google Workspace mit WP Mail SMTP in WordPress
Wichtiger technischer Punkt vorab: Für Google-Workspace-Konten sollte WP Mail SMTP heute nicht mehr über die klassische Anmeldung mit Benutzername und Passwort eingerichtet werden. Google hat den Zugriff für solche „weniger sicheren Apps“ bei Workspace-Konten abgeschaltet; stattdessen sollte OAuth genutzt werden. WP Mail SMTP unterstützt dafür den Google / Gmail-Mailer. Die vereinfachte One-Click-Einrichtung ist laut WP Mail SMTP eine Pro-Funktion, die manuelle Einrichtung über ein eigenes Google-Cloud-Projekt ist die Alternative. Google weist außerdem darauf hin, dass App-Passwörter nicht der empfohlene Standard sind und in Organisationskonten teils gar nicht verfügbar sind.
damit E-Mails aus Ihrer WordPress-Website zuverlässig versendet werden, richten wir WP Mail SMTP mit Ihrem Google-Workspace-Konto ein. So werden Kontaktformulare, Benachrichtigungen, Bestellmails oder Systemnachrichten nicht mehr einfach über den Webserver verschickt, sondern sauber über Ihr Google-Konto authentifiziert.
Wichtig ist dabei: Bei Google-Workspace-Konten sollte die Anbindung nicht mehr über die alte Methode mit Benutzername und Passwort erfolgen. Stattdessen wird die Verbindung über eine sichere Google-Freigabe eingerichtet. Das ist heute der richtige und empfohlene Weg.
Für die Einrichtung benötigen wir:
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Zugang zum WordPress-Backend
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Zugriff auf das gewünschte Google-Workspace-Postfach
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im besten Fall auch Administratorrechte im Google-Workspace-Konto oder die Unterstützung der zuständigen Person, falls Freigaben eingeschränkt sind
So läuft die Einrichtung ab:
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Plugin installieren
Im WordPress-Backend wird zunächst das Plugin WP Mail SMTP installiert und aktiviert, falls das noch nicht geschehen ist. -
Grundeinstellungen in WP Mail SMTP
Danach öffnen wir in WordPress den Bereich:
WP Mail SMTP → Einstellungen
Dort werden zuerst die allgemeinen Angaben eingetragen:
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Absender-E-Mail: die Google-Workspace-Adresse, über die versendet werden soll
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Absendername: z. B. Ihr Firmenname
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optional „Absender-E-Mail erzwingen“ aktivieren, damit alle Website-Mails wirklich über diese Adresse laufen
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optional „Absendername erzwingen“ aktivieren, damit überall derselbe Name verwendet wird
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Richtigen Mailer auswählen
Im Feld „Mailer“ wird „Google / Gmail“ ausgewählt.
Danach erscheint der Bereich für die Google-Anbindung.
Falls eine Pro-Version von WP Mail SMTP vorhanden ist, kann die One-Click-Verbindung genutzt werden. Wenn keine Pro-Version vorhanden ist oder die Verbindung manuell eingerichtet werden soll, erfolgt die Anbindung über ein eigenes Google-Cloud-Projekt. Diese manuelle Einrichtung beschreibe ich hier.
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Google-Cloud-Projekt anlegen
Nun melden wir uns im Google-Konto an, das später als Absender dienen soll, und öffnen die Google Cloud Console.
Dort wird ein neues Projekt erstellt, zum Beispiel mit einem Namen wie:
„WordPress SMTP Website-Name“
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Gmail API aktivieren
Im neuen Google-Projekt wird anschließend die Gmail API aktiviert. Diese Schnittstelle erlaubt es WordPress später, E-Mails sicher über das Google-Konto zu versenden. -
OAuth-Zustimmungsbildschirm einrichten
Danach wird der sogenannte OAuth-Zustimmungsbildschirm eingerichtet. Das ist die Freigabeseite, über die Google später bestätigt, dass Ihre Website E-Mails über Ihr Konto senden darf.
Hier werden die grundlegenden Angaben zum Projekt hinterlegt, zum Beispiel:
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App-Name
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Support-E-Mail
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Entwicklerkontakt
In vielen Fällen kann man die Standardangaben recht schlicht halten. Es geht hier nicht um eine öffentliche App, sondern nur um die Verbindung Ihrer eigenen Website mit Ihrem eigenen Google-Konto.
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OAuth-Client anlegen
Als Nächstes wird eine OAuth-Client-ID erstellt.
Dabei wird als Anwendungstyp „Webanwendung“ gewählt.
Sehr wichtig:
Die Weiterleitungs-URL muss korrekt eingetragen werden. Diese URL wird von WP Mail SMTP vorgegeben und muss exakt übernommen werden. Standardmäßig verwendet WP Mail SMTP dafür eine autorisierte Redirect-URI. Wenn diese nicht korrekt im Google-Projekt hinterlegt ist, schlägt die Verbindung später fehl.
Nach dem Anlegen erhalten wir:
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Client ID
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Client Secret
Diese beiden Werte werden anschließend in WP Mail SMTP eingetragen.
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Daten in WordPress eintragen
Zurück in WordPress werden nun im Bereich Google / Gmail die beiden Werte eingefügt:
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Client ID
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Client Secret
Anschließend werden die Einstellungen gespeichert.
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Verbindung mit Google freigeben
Nach dem Speichern erscheint die Schaltfläche, mit der die Website für den Versand über das Google-Konto autorisiert wird.
Dort klicken wir auf:
„Plugin erlauben, E-Mails über Ihr Google-Konto zu senden“
Dann öffnet sich die Google-Anmeldung. Hier melden Sie sich mit dem gewünschten Google-Workspace-Konto an und bestätigen die Freigabe.
Damit wird die Verbindung zwischen WordPress und Ihrem Google-Konto hergestellt.
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Testmail senden
Zum Schluss senden wir über WP Mail SMTP eine Test-E-Mail.
So prüfen wir direkt, ob der Versand sauber funktioniert.
Wenn die Testmail ankommt, ist die Einrichtung abgeschlossen.
Worauf man achten sollte:
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Die Website sollte sauber per HTTPS erreichbar sein
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Das Google-Konto, das als Absender genutzt wird, sollte tatsächlich existieren und aktiv sein
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Die Absenderadresse in WordPress sollte zu dem Google-Konto passen, das freigegeben wurde
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Wenn später das Google-Passwort geändert wird oder die Verbindung entzogen wird, muss die Freigabe unter Umständen erneut hergestellt werden
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Wenn im Hosting SSL-Zertifikate oder Server-Zertifikate fehlen, kann der Versand ebenfalls scheitern
Typische Fehlerquellen:
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falsche Redirect-URI im Google-Projekt
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Client ID oder Client Secret mit Leerzeichen oder falsch kopiert
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falsches Google-Konto bei der Freigabe gewählt
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Absenderadresse in WordPress stimmt nicht mit dem verbundenen Konto überein
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Sicherheits- oder Rechtebeschränkungen im Google-Workspace-Adminbereich
Unser Hinweis:
Die Einrichtung mit Google Workspace ist sicher und sauber, aber etwas aufwendiger als bei einfachen SMTP-Zugängen. Dafür ist es die bessere und zukunftssichere Lösung.